Autoexport - so vermeiden Sie Risiken

Wagenexport

Die Autos der Deutschen werden nach durchschnittlich 18 Jahren entsorgt. Dabei gelangt ein Großteil in die Schrottpresse, während der andere Teil weiterverkauft wird. Bei einem geringen Restwert erzielen Sie mit Ihrem Gebrauchtwagen hierzulande keinen großen Gewinn mehr. Im Ausland jedoch haben Sie bessere Chancen. Besonders in Osteuropa und Afrika sind Modelle mit geringem Wert und niedrigem Ankaufspreis sehr beliebt. Hier erfahren Sie mehr zum Thema Autoexport. 

Geeignete Fahrzeuge für einen Export

In ferner liegende Länder Afrikas und Osteuropas werden hauptsächlich ältere Fahrzeugmodelle exportiert. Autos mit einem relativ hohen Restwert gelangen eher in die Nachbarländer Deutschlands. Da bei einem Export eine hohe Kilometerzahl und Fahrzeugschäden meist eine geringe Rolle spielen, kommt so gut wie jeder Pkw für einen Export infrage. Haben Sie daher keine Bedenken, dass Ihr Wagen für diesen ungeeignet ist. Je nach Region werden selbst Autos mit Motor- und Totalschaden angekauft. In Deutschland ist solch ein Modell weder für die Weiterfahrt, noch für einen Verkauf geeignet. Ist die Fahrsicherheit eingeschränkt, erlischt nach mindestens zwei Monaten die Betriebserlaubnis. Fällt ein Auto durch die Hauptuntersuchung, fehlt die TÜV-Plakette auf Ihrem Wagen. Rechtlich gesehen sind Sie nicht mehr dazu befugt Ihren Wagen zu fahren. Besonders in Afrika spielen solche Vorgaben keine Rolle. Dort ist ein Gebrauchtwagen eine gute Investition. Selbst fehlende Fahrzeugpapiere sprechen nicht gegen einen Ankauf. Neben einem fehlenden TÜV kann ein Verstoß gegen die Abgasnormen für einen Export sprechen. Ist in Deutschland die Übereinstimmung mit den Richtlinien nicht geben, kann ein Verkauf nach Polen sinnvoll sein. Dort werden die Grenzwerte für Kohlenmonoxide, Stickstoffdioxide und weitere Schadstoffe weniger streng gehandhabt. Zudem verweigern einige Gebrauchtwagenhändler bei einem Fahrzeugverkauf innerhalb Deutschlands für die Gewährleistung aufzukommen. Besonders beim Verkauf eines Altwagens können viele Kosten auf Sie zukommen, müssen Sie die Gewährleistung selbst übernehmen. Bei einem Export sind Sie von dieser finanziellen Last befreit. Für viele Gebrauchtwagenbesitzer spricht besonders dieser Punkt für einen Export.

Mögliche Hindernisse

Bei einem Fahrzeug geht es beim Ankauf wie auch dem Verkauf um viel Geld. Wir klären Sie über Hindernisse auf, die bei einem Export Ihren Weg kreuzen können. Ungedeckte Schecks und Falschgeld sind häufige Betrugsmaschen der Exporthändler. Das bleiben jedoch nicht die einzigen Tricks. Exporthändler mögen in der Regel schnelle Geschäfte. Wird Ihnen jedoch aus dem Nichts heraus eine Mail mit einem Kaufvertrag zugesandt, sollten Ihre Alarmglocken läuten. Auch wenn Sie einen schnellen Verkauf aus Zeitnot heraus bevorzugen, sollte solch ein Handel für Sie nicht infrage kommen. Meist sind bestimmte Angaben im Vertrag falsch, wodurch Sie um viel Geld betrogen werden. Darüberhinaus gibt es angebliche Mittelsmänner, die Ihnen offerieren Ihr Fahrzeug auf einer Exportliste zum Verkauf anzubieten. Dabei wird Ihr Fahrzeug jedoch nur in der Kartei aufgenommen, ohne tatsächlich einen Abnehmer zu finden. Alleine die Aufnahme auf der Exportliste ist sehr kostspielig. Haben Sie direkt Kontakt zu einem potentiellen Käufer im Ausland aufgenommen, ist besondere Vorsicht geboten. Einige Betrüger verlangen vorab bestimmte Papiere, wie den Fahrzeugbrief, Personalausweis oder Führerschein, zu sehen. Dann sollten Sie den Kontakt abbrechen. Häufig folgt ein Fahrzeugdiebstahl oder Identitätsmissbrauch, senden Sie einem Käufer die Papiere zu angeblichen Recherchezwecken vor Vertragsabschluss zu. Um sich selbst zu schützen, sollten Sie Ihr Fahrzeug unbedingt bei der Kfz-Zulassungsstelle abmelden und Ihre Versicherung über den Verkauf benachrichtigen. Halten Sie den genauen Zeitpunkt des Besitzerwechsels fest. So kann Ihre Versicherung bei einem Unfall und anderen Angelegenheiten zurückverfolgen, wer zu dem betroffenen Zeitpunkt für das Fahrzeug verantwortlich war. Sind Sie einem Betrüger in die Falle getappt, sollten Sie direkt die Polizei informieren. Bei Automobilclubs können Sie sich über Ihre Rechte informieren. Damit der Export reibungslos abläuft und Sie die Bezahlung für Ihren Wagen erhalten, sollten Sie Ihren Exporthändler mit Bedacht auswählen.